Handwerks-Talente bauen Outdoor-Möbel

Upcycling-Projekt bei den TalentTagen Ruhr

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Aus Altem Neues machen: Wie das geht und dabei sogar noch einzigartige Outdoor-Möbel für den Schulhof entstehen? Das finden die SchülerInnen der Klasse 9b der Justus-von-Liebig-Schule in Moers beim Möbelbau – Upcycling mit Paletten heraus. Das 3-tägige Projekt ist eine Veranstaltung der TalentTage Ruhr, die im September wegen eines Wasserschadens ausfallen musste und jetzt nachgeholt wurde.

Auf die Späne, fertig, los: Projektkünstler Andreas Baschek begleitet die Klasse von der Planung bis zu den fertigen Möbeln. „Wir lernen an den drei Tagen direkt in der Praxis - und das fächerübergreifend“, erzählt Andreas Baschek. Zu Beginn stand technisches Zeichnen auf dem Stundenplan. Wie sollen die Möbel später aussehen? Welche Länge haben die einzelnen Holzlatten? Wie müssen sie verschraubt werden? Die Skizze wird im Anschluss ins Handwerk übertragen. Das Holz dafür besorgte Andreas Baschek aus Ladenauflösungen oder Restposten. Denn Nachhaltigkeit ist ihm bei dem Projekt sehr wichtig: „Die SchülerInnen sollen lernen, dass sie alte Sachen wiederverwenden oder reparieren können.“ Wie gut das funktioniert, erleben sie nun selbst: Löcher für Schrauben werden angezeichnet und vorgebohrt, dann die richtigen Teile zusammengeschraubt. Neben einer Bank entstehen auch große Sitzwürfel und Sitzauflagen für Beton-Bänke. Und auch ein Tisch darf nicht fehlen. Für eine gemütliche Oberfläche schleifen die SchülerInnen das Holz ab und lasieren es anschließend. „Die Rückwände könnten im Kunstunterricht auch noch mit Graffitis versehen werden“, schlägt Andreas Baschek vor.

„Beim Möbelbau werden die Erfolge der SchülerInnen direkt sichtbar. Sie riechen und fühlen die Materialien und sind stolz darauf, etwas Eigenes erstellt zu haben,“ berichtet Schulleiterin Claudia Corell. Eine Schülerin erzählt kurz darauf, dass sie zuvor noch nie handwerklich gearbeitet hat und findet das Projekt daher „richtig cool“.

„Wir möchten unseren SchülerInnen den Handwerksberuf näherbringen. Das Projekt wird mit Begeisterung angenommen - auch weil die Jugendlichen aus dem Schulalltag rauskommen und hier ganz neue Talente entdecken“, rundet Sabine Tenbergen-Seifert ab. Sie ist an der Justus-von-Liebig Schule für die Berufsorientierung zuständig. 


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